Die Humify GmbH mit Sitz in Potsdam ist eine Ausgründung des vielfach ausgezeichneten Wissenschaftlers Prof. Dr. Dr. h.c. Markus Antonietti aus der Max-Planck-Gesellschaft mit einem erfahrenen Management-Team.

Humify hat eine einzigartige Technologie entwickelt, mit der Biomasse in Huminstoffe (AHA – artificial humic acids) transformiert werden kann.

Die Ausbringung dieser Huminstoffe führt zu einer deutlichen Verbesserung der Bodenqualität sowie einer landwirtschaftlichen Ertragsteigerung um bis zu 20%. Zusätzlich bewirken die Huminstoffe über eine Stimulierung des Boden-Mikrobioms eine ca. 50-fach erhöhte CO2-Speicherfähigkeit des Bodens. Dieser biologische Hebel zur Reaktivierung der Böden als Kohlenstoffspeicher ist damit ein potentieller Klimaretter.

Das von HUMIFY entwickelte Verfahren der hydrothermalen Humifizierung (HTH) ist in der Lage eine Vielzahl von Einsatzstoffen (organische Überreste, landwirtschaftliche Nebenprodukte, Faulschlämme der Biogaserzeugung etc.) unter gleichzeitiger Sterilisation, Entgiftung (z.B. Antibiotika und Hormone) und unter Erhalt der Inhaltstoffe (wie Kohlenstoff, Phosphor und Stickstoff) in künstliche Huminstoffe umzuwandeln. Dieser Prozess ist effizient, schnell und kostengünstig und somit für den globalen Einsatz und CO2-Entnahme im Gigatonnenbereich geeignet.

Boden ist der größte CO2-Speicher und auch CO2-Erzeuger der Welt. Entwaldung, industrielle Agrarwirtschaft wie auch die Trockenlegung von Mooren haben dazu geführt, dass die CO2-Speicherfähigkeit der Böden abnimmt und durch die Degradierung des Mikrobioms zunehmend Emissionen freigesetzt werden. Eine Renaturierung dieser Flächen mit natürlichem Kohlenstoffaufbau bräuchte biologisch bis zu 3000 Jahre.

Während andere natürliche Verfahren wie die Pyrolyse (Biokohle) zu einem Huminanteil von 5-7% im Humus führen, erreicht der neuartige Prozess von HUMIFY eine Konzentration von bis zu 70%. Dieser „Superhumus“ führt über eine mikrobakterielle Anreicherung zu einer ca. 50-fachen Steigerung der CO2-Bindung im stimulierten Boden.
So erreicht etwa eine für den optimalen Pflanzenwuchs notwendige Humusmenge von ca. 2t/ha in Glashausexperimenten eine zusätzliche CO2-Bindung von 25 – 70 Tonnen/p.a.

Damit liefert das Verfahren im Vergleich zu bestehenden Lösungen bisher ungekannte Ergebnisse in der Fähigkeit der CO2-Bindung wie auch der Fruchtbarmachung der Böden. Beispielhaft ergäbe eine erste Simulation eine mögliche Kohlenstoffneutralität Brandenburgs innerhalb von 10 Jahren, würde man dessen Kohlenstoffpotential von Agrarflächen und Wald nutzen.

Die sogenannte „4 per 1000“-Initiative der Pariser Klimaschutzkonferenz besagt, dass bereits eine Zugabe von 0,4% Humus jedes Jahr geeignet sei, den Anstieg von CO2 in der Atmosphäre zu stoppen. Oder wie Debbie Barker, die internationale Direktorin des Center of Food Safety, sagte: „Wir haben eine riesige potentielle Kohlenstoff-Senke unter unseren Füssen und nutzen sie nicht.“

Genau das möchte HUMIFY jetzt ändern. Neben dem Einsatz auf degenerierten landwirtschaftlichen Flächen ist eine Renaturierung von Grasland und Feuchtgebieten vorstellbar.
Die Patentanmeldung des Verfahrens ist für die nächsten Monate geplant. Eine erste Pilotanlage für 3.000 t/a Output mit einem potentiellen CO2-Effekt von ca. 200.000 T ist in Planung und es laufen Vorgespräche über mögliche experimentelle Flächen. Nach einer regionalen Testphase soll der nationale und globale Roll-Out erfolgen. Denn „globale Probleme können nur global gelöst werden“, sagt Markus Antonietti.

Potsdam, 01.07.2023

Humify GmbH
Anklamerstr. 32
10115 Berlin

E-Mail: info@humify.earth
Tel.: +4933200 653989
Website: https://www.humify.earth

Kontaktperson: Harald Pinger, CEO Humify GmbH

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